Sonntag, 26. August 2018

[ Rezension ] Was ich getan habe - Anna George (Thriller)


Originaltitel: What came before

Taschenbuch: 320 Seite

Verlag: btb Verlag (10. Juli 2017)

Sprache: Deutsch

Genre: Thriller

ISBN-10: 3442715121

ISBN-13: 978-3442715121

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Inhalt

Das Buch ,,Was ich getan habe“ von Anna George dreht sich, wie aus dem Klappentext bereits eindeutig hervorgeht, um den Anwalt David Forrester, der eines Abends seine Frau getötet hat. Es wird im Laufe des Buches mehr und mehr ersichtlich, was David eigentlich für eine Sorte von Mensch ist und was ihm zu seiner Handlung getrieben hat…


Kritik und Fazit
Dem Klappentext zufolge könnte der Leser annehmen, dass es sich bei dem Buch ,,Was ich getan habe“ lediglich darum dreht, dass der Anwalt David Forrester seine Aussage darüber macht, wie er seine Frau, die Filmproduzentin Elle, umgebracht hat.
Das wird dem Leser auch zu Beginn so vermittelt, bevor es plötzlich einen Cut gibt und die Autorin zu der ersten Begegnung zwischen Elle und David springt.
Nach und nach wird dem Leser dann bewusst, dass die Autorin hier die gesamte Beziehung der beiden vom ersten Date, über die Hochzeit bis hin zur Ermordung sezieren wird.
Bevor ich darauf eingehe, muss ich allerdings zuerst auf den Schreibstil eingehen: Und um ehrlich zu sein habe ich selten ein Buch gelesen, dass sich wirklich so flüssig und schnell lesen lässt wie ,,Was ich getan habe“. Man hat als Leser wirklich das Gefühl, dass man durch dieses Buch fliegt, so schnell liest man die Seiten. Es ist wirklich ein sehr schöner Schreibstil und zwar die gesamten 320 Seiten über. Persönlich ist mir keine Phase aufgefallen, in der unnötige, überflüssige oder ,,langweilige“ Abschweifungen vorgenommen wurden. Das ist bereits der erste große Pluspunkt für dieses Buch!
Und weiterhin hat die Autorin dieses Buch wirklich überaus gut aufgebaut, indem sie einerseits aus der aktuellen Sicht von David, der jetzt gerade seine Frau umgebracht hat, erzählt und andererseits den Leser in die gesamte Beziehung/ Ehe der beiden einführt.
Hier bekommt der Leser einen umfassenden Überblick über die gesamte Beziehung der beiden, die schlicht und einfach gesagt, unglaublich ist. Hier kommt der nächste große Pluspunkt auf den ich eingehen MUSS: Die Recherchen. Man muss der Autorin einfach zugestehen, dass sie hier wahrlich unglaubliche Recherchen betrieben hat, um den Plot des Buches auch wirklich realistisch zu gestalten. Und das ist ihr mehr als gelungen!
Denn es beginnt zwischen Elle und David rosig bis die ersten Komplikationen auftreten und zwar am Verhalten und der Persönlichkeit von David die mehr als fraglich ist...
Hier beginnt es mit einem Sturz von der Treppe, geht weiter mit einem kleinen Streit im Zug, über eine fliegende Schüssel, bis hin zu einem Faustschlag und schließlich endet es im Mord. Und alles wird verziehen, wo der Leser einen großartigen aber auch schaurigen Einblick in den realen Ablauf von häuslicher Gewalt bekommt! Großartig geschrieben und toll aufgebaut, wenngleich es den Leser aber auch erschauern lässt.
Der nächste Pluspunkt sind die Charaktere in dem Thriller, die die Autorin ebenfalls unglaublich realitätsnah darstellt und wo der Leser einfach fasziniert wird.
Und mit der Größte Pluspunkt ist das Ende! Beim Klappentext denkt man natürlich sofort, dass man bereits das Ende kennt und nichts unvorhersehbares mehr passieren wird und doch endet dieses Buch einfach spannend und fesselnd und einfach unvorhersehbar, was dieses tolle Buch super abrundet!
Dieses Buch ist für jeden Spannungsfan ein absolutes Muss und eine absolute Leseempfehlung und hat Suchtpotenzial!
★/5

Freitag, 24. August 2018

[ Rezension ] Die perfekte Gefährtin - Helen Fields (Thriller)



Originaltitel: Perfect Remains

Taschenbuch: 480 Seiten

Verlag: Bastei Lübbe Verlag, 3. Auflage (21. Dezember 2017)

Sprache: Deutsch

Genre: Thriller

ISBN-10: 3404176197

ISBN-13: 978-3404176199

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Inhalt

Was wenn man sich die perfekte Gefährtin selbst zusammenstellen könnte ? In einer Waldhütte in Schottland, nahe Edinburgh, wird eine verbrannte Leiche gefunden. Aufgrund weniger noch verwertbarer Gewebespuren nimmt man an, dass es sich um die kürzlich verschwundene Anwältin Elaine Buxton handelt, obwohl die wahre Elaine Buxton noch am Leben ist.
Luc Callanach, neu in Schottland, übernimmt seinen ersten Fall. Er ahnt nichts über die eigentlichen Motive des Mörders und dessen perfide Absicht, sich seine eigene, perfekte Gefährtin selbst zusammenzustellen. Kann er das Rätsel und den Wettlauf gegen die Zeit gewinnen und dem Mörder auf die Schliche kommen…?

Kritik und Fazit
,,Die perfekte Gefährtin“. Ein Titel der für den Leser bereits sehr interessant klingt und nachdem man sich den dazugehörigen Klappentext durchgelesen hat, ist die Entscheidung, das Buch zu lesen, direkt gefallen.
Der Anfang des Buches ist durchaus geheimnisvoll, denn der Leser weiß nicht ganz genau, was jetzt hier zu Beginn gerade passiert ist. Dennoch ist das nicht negativ… Ganz im Gegenteil, denn dieser Beginn baut den Spannungsbogen beim Leser direkt auf den ersten Seiten auf.
Dann gibt es einen kleinen Sprung und der Leser merkt, dass das Buch aus verschiedenen Perspektiven geschrieben ist.
Man merkt als Leser außerdem sehr früh und sehr schnell, dass der Schreibtstil unglaublich einfach gewählt und sehr leserfreundlich ist. Es gibt keine Passagen, indem der Autor abschweift oder unnötige seitenlange Erklärungen liefert. Und dieser gute Schreibstil zieht sich durch das gesamte Buch bis zum Ende durch.
Dennoch verrät die Autorin nicht alles über die Charaktere, sodass sie es dem Leser überlässt, sich seine Vorstellungen zu den Charakteren zu machen und das ist sehr positiv, denn so versucht man sich in die jeweiligen Charaktere hineinzuversetzen.
Auch in den Hauptprotagonisten Luc Callanach kann sich der Leser sehr gut hineinversetzen, denn wer hat noch nicht erlebt, dass man sich Vorurteilen ausgesetzt sieht…
Es kommt über das gesamte Buch keine Langeweile auf, denn durch die sich abwechselnde Perspektive vom Mörder hin zu den Ermittlungen, die Callanach anstellt, wird die Spannung und der Thrill durchaus hochgehalten.
Die Entwicklungen im Laufe des Handlungsstrangs sind für den Leser nicht vorhersehbar, sodass man nicht das Gefühl bekommt, dass man irgendeinen Abklatsch liest.
Alleine das Ende erfüllt nicht den restlichen hohen Thrill in diesem Buch, was aber dem positiven Eindruck des Buches keinen Abbruch tut. Allerdings hätte man sich da dann doch etwas mehr erwartet.
Trotzdem kann ich das Buch zum Lesen weiterempfehlen.

/5
[ Rezension ] Das Paket - Sebastian Fitzek ( Psychothriller)



Originaltitel: Das Paket

Taschenbuch: 368 Seiten

Verlag: Droemer KNAUR Verlag (21. Februar 2018)

Sprache: Deutsch

Genre: Psychothriller

ISBN-10: 3426510189

ISBN-13: 978-3426510186

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Inhalt

Emma Stein und ihr Ehemann Philipp wohnen bereits seit Jahren in einem Haus in Berlin. Eines Tages klingelt es an der Haustür. Nach allem was passiert ist und nach langer innerer Zerrissenheit öffnet Emma die Tür. Es ist der Postbote und bittet Emma ein Paket für einen Nachbarn anzunehmen. Doch den Namen des Nachbarn hat sie noch nie gehört und das obwohl sie bereits seit vielen Jahren hier wohnt. Was hat das zu bedeuten ?
Trotz ihrer Skepsis nimmt sie das Paket an und ist sich daraufhin unbeschreiblichen Schrecken ausgesetzt…


Kritik und Fazit
Beginnen tut dieser Psychothriller ,,Das Paket“ von Sebastian Fitzek mit einem Prolog. Nichts Besonderes für die Leser. Allerdings hat es dieser Prolog im Gegensatz zu den meisten anderen so richtig in sich. Es geht um eine Nacht in der das kleine Mädchen Emma nicht schlafen kann und aus Angst zu ihren Eltern ins Schlafzimmer geht, was sie dann prompt bereut und sich wieder in ihrem Zimmer an den mysteriösen Freund in ihrem Kleiderschrank wendet. Um ehrlich zu sein bleibt dem Leser schon hier komplett der Atem weg, denn es ist eine sonderbare Szene die der Autor hier beschreibt und der Leser schwankt, ob es sich hier um Fiktion oder Realität handelt.
Dem Autor Sebastian Fitzek gelingt es bereits im Prolog den Leser an das Buch zu fesseln und den Spannungsbogen schon hier extrem aufzubauen.
Anschließend springt der Autor 28 Jahre weiter zur erwachsenen Emma mittlerweile anerkannte Psychiaterin.
Persönlich habe ich bereits mehrere Werke von Sebastian Fitzek gelesen und muss feststellen, dass er seinen flüssigen und fesselnden Schreibstil vollkommen treu geblieben ist und der Leser das Buch von Anfang an gerne liest.
Außerdem spricht er gnadenlos Dinge an, in die sich jeder Leser mehr oder weniger hineinversetzen kann und schnell Empathie für die Charaktere im Buch entsteht.
Zum Schreibstil ist noch positiv anzumerken, dass der eigentliche und beabsichtigte Handlungsstrang nicht lange auf sich warten lässt, sondern das es gefühlt sofort ,,losgeht“. Denn wie oft hat man als Leser das Gefühl, dass man erst 70-100 Seiten lesen muss, bis es ,,so richtig zur Sache geht“. Das ist hier das genaue Gegenteil und daher macht es direkt Spaß das Buch zu lesen.
Was dann die Handlung angeht, in die der Autor den Leser führt, ist so realistisch beschrieben, dass es einem beinahe die Gänsehaut auf den Körper treibt.
Unglaublich viele Wendungen, Nebenschauplätze und der Zweifel zwischen Fiktion und Realität hält die Spannung über das gesamte Buch hinweg aufrecht und vor allem hoch!
Das Ende, das Sebastian Fitzek für seinen Psychothriller gewählt hat, ist unvorhersehbar und so verworren, dass der Leser es nicht hätte vorhersehen können, was perfekt zu seinem Werk passt.
Aus all diesen Gründen, Handlung, Charaktere, Schreibstil und das Ende ist dieses Buch nicht umsonst der SPIEGEL ONLINE Bestseller und ein absolutes Muss in diesem Genre!
Absolute Leseempfehlung, tolles Buch!

★/5

Donnerstag, 23. August 2018

[ Rezension ] Lass mich los - Jane Corry (Psychothriller)



Originaltitel: My husband's wife

Taschenbuch: 576 Seiten

Verlag: Diana Verlag (13. November 2017)

Sprache: Deutsch

Genre: Psychothriller

ISBN-10: 3453359380

ISBN-13: 978-3453359383

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Inhalt
 

Nach all den Geschehnissen in ihrer Vergangenheit hofft die junge Anwältin Lily Ed einen Neuanfang in ihrer neuen Ehe zu finden und will alles andere einfach hinter sich lassen.

Kurz nach der Hochzeit übernimmt die junge Anwältin dann ihren ersten wichtigen Fall. Ihr erste Klient. Er ist wegen Mordes angeklagt und sitzt im Gefängnis. Doch Lily fühlt auf merkwürdige Art von ihrem Klienten angezogen, weshalb sie der Aussage ihres Mandanten über den Tathergang ohne Zweifel zu glauben scheint. Doch ist seine angebliche Unschuld wirklich echt?

Kritik und Fazit

,,Lass mich los“ gehört in das Genre der ,,Psychothriller“. Das Buch beginnt ganz langsam in der Wohnung der frisch verheirateten Lily Ed einer jungen Anwältin, die direkt zu Beginn des Buchs ihren ersten wichtigen Mandanten zugewiesen bekommt. Es geht um einen Mann, der wegen Mordes angeklagt ist und im Gefängnis sitzt.
An diesem Punkt ist die Spannung und die Neugier beim Leser eigentlich direkt geweckt, da die Aufmachung wirklich clever gewählt ist. Denn natürlich will man wissen, wie der Autor den angeblichen Mörder beschreibt und was auf die Hauptprotagonistin Lily zukommt.
Neben dieser Spannung, die die Autorin durch den Beginn beim Leser hervorruft, muss man ehrlich sagen, dass das Buch einfach, gut und leserfreundlich geschrieben ist und sie nicht seitenlang abschweift, sodass man eigentlich versucht wäre, das Buch zu verschlingen oder schnell durchlesen zu können.
Allerdings verschwindet dieses Bedürfnis dann doch relativ schnell, da dieser anfänglich aufgebaute Spannungsbogen ganz schnell vergeht. Denn um ehrlich zu sein kommt da überhaupt nicht mehr viel.
Beim Lesen bekommt man viel mehr von Seite zu Seite eher das Gefühl, dass sich das Buch wie Kaugummi zieht und man überhaupt nicht vorankommt, da die Handlung überhaupt nicht fesselnd ist.
Vielmehr entsteht beim Leser das Gefühl, dass es sich hierbei nicht um einen Thriller oder sogar Psychothriller handelt, sondern eher um ein Familiendrama.
Auch die Zeitenwechsel der sich die Autorin hier bedient, die bei einer anderen Handlung durchaus Sinn gemacht und die Spannung noch weiter aufgebaut hätten, verwirren hier zusätzlich und steigern die Lust, das Buch weiter zu lesen, nicht unbedingt.
Ich als Leser hatte leider durch die nicht vorhandene Spannung, zumindest ist das aus meiner Sicht so, das Gefühl, dass das Buch vollkommen im falschen Genre geführt wird.
Nachdem ich das Cover und den Klappentext gesehen und gelesen habe, wollte ich das Buch unbedingt lesen. Allerdings hat es meiner Erwartungen leider überhaupt nicht erfüllt, was sehr schade ist. Es ist lediglich die gute und einfache Schreibweise als Plus-Punkt anzuführen, wobei das am Ende nicht den schwachen Handlungsstrang ersetzen kann.
Daher kann ich dieses Buch leider nicht weiterempfehlen.

★,5/5

[ Rezension ] In der Tiefe - Elizabeth Heathcote - (Psychothriller)


Originaltitel: Undertow

Taschenbuch: 383 Seiten

Verlag: Diana-Verlag

Sprache: Deutsch

Genre: Psychothriller

ISBN-10: 3453292022

ISBN-13: 978-3453292024

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Inhalt

ZENA! Das war der Name der Frau, die für Tom die große Liebe war und daraus macht der Anwalt aus London auch kein großes Geheimnis auch nicht vor seiner neuen Ehefrau Carmen.

Für Zena hatte Tom seine damalige Frau und seine 2 Kinder Hals über Kopf verlassen, um sich auf eine abenteuerliche Affäre mit Zena einzulassen, bis diese eines regnerischen Nachtmittags im Meer schwimmen ging und man erst Tage später ihre Leiche entdeckte. Alles deutet auf Ertrinken hin, doch wo kommt die mysteriöse Kopfwunde her ?

Für Carmen, die Tom’s Zukunft darstellen soll, ist dieses Kapitel im Leben ihres Ehemanns Vergangenheit bis sie erfährt, dass Tom damals von Polizei als Verdächtiger galt, bis die Ermittlungen eingestellt worden waren.

Doch all das lässt Carmen keine Ruhe und sie fördert viele Geheimnisse der Vergangenheit zu Tage…



Kritik und Fazit

Das Buch ,,In der Tiefe“ wird im Genre ,,Psychothriller“ geführt und beginnt mit einem Ausschnitt aus der ,,Vergangenheit“, etwa 3 Jahre vor dem eigentlichen Handlungsstrang, denn zu Beginn wird die Leiche der attraktiven, engagierten und erfolgreichen Journalistin Zena gefunden, die zu dieser Zeit eine heiße und abenteuerliche Affäre mit dem Anwalt Tom hatte.

Nach dieser Szene springt die Autorin 3 Jahre in die Zukunft, wo der Leser das erste Mal von der Hauptprotagonistin Carmen erfährt.
Im Weiteren Verlauf bekommt der Leser ganz allmählich nach und nach einen Überblick über die Gesamtheit der Charaktere und die jeweiligen Beziehungen zueinander. Bis der Leser allerdings einen ordentlichen Überblick darüber bekommen hat, sind bereits viele, viele Seiten vergangen und man muss schon an diesem Zeitpunkt zugeben, dass bis dato nicht wirklich viel passiert ist. Der Leser fragt sich beinahe schon, wann es denn nun ,,endlich losgeht“ in diesem Buch.

Doch auch im Weiteren Verlauf will der Handlungsstrang nicht so wirklich an Fahrt gewinnen, sondern plätschert wortwörtlich nur so vor sich hin.

Carmen, die jetzige Ehefrau von Tom, die ebenfalls wie die verstorbene Affäre von Tom, Zena, Journalistin ist, beginnt Nachforschungen in der Vergangenheit von Tom und Zena anzustellen, da sie mehr und mehr Zweifel an der Geschichte und den Geschehnissen bekommt.
Für den Leser wirkt das Verhalten von Carmen allerdings eher verzweifelt und wirkt mehr oder weniger doch ein wenig entnervend. So ist man als Leser beinahe genervt, wenn es mal wieder darum geht, dass Carmen schon wieder irgendwelchen ,,Geheimnisse“ auf der Spur ist und wie eine eifersüchtige Ehefrau überall hinterherstöbert.

Zwar ist das Buch wirklich einfach geschrieben und man kann es relativ gut und flüssig lesen, allerdings ist die Handlung eher langweilend und alles andere als spannend.

Wenn man es als Leser geschafft hat, bis in die Mitte des Buches vorzudringen, stellt man sich zwangsläufig die Frage, wieso dieses Buch als ,,Psychothriller“ zählt ?!
Diese Frage kann sich der Leser auch bis zum Ende nicht beantworten.
Alles in allem überzeugt diese Handlung den Leser, oder aber nur mich persönlich, zu keinem Zeitpunkt auch wenn das Buch gut und einfach geschrieben ist.

Allerdings würde ich dieses Buch nicht unbedingt weiterempfehlen.


★/5


[ Rezension ] The Girl Before - Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot. - JP Delaney (Thriller)




Originaltitel: The Girl Before

Taschenbuch: 400 Seiten

Verlag: Penguin Verlag (25. April 2017)

Sprache: Deutsch

Genre: Thriller

ISBN-10: 3442442508

ISBN-13: 978-3442442508

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Inhalt

Die HauptprotagonistinJane ,im Buch ,,The Girl Before“, erleidet einen schweren Schicksalsschlag von dem es sich für sie zu erholen gilt. Sie lebt in London und bekommt unvermittelt die Möglichkeit in ein modernes Haus in einer guten Gegend in London zu ziehen. Nicht nur das sie das Privileg hat, in dieses Haus ziehen zu dürfen, darüber hinaus scheint es, dass der Hausbesitzer und gleichzeitig Architekt des Hauses sich zu Jane hingezogen fühlt.
Im Laufe der Zeit erfährt Jane allerdings von den ,,Geheimnissen“ des Besitzers und der Vormieterin, die in genau diesem Haus verstarb und ihr zum Verwechseln ähnlich sah.  
Verzweifelt versucht Jane die Wahrheit über die Ereignisse in Erfahrung zu bringen und merkt gar nicht, dass sie unweigerlich auf dasselbe Schicksal wie ihre Vormieterin zuläuft…


Kritik und Fazit
Der Autor JP Delaney hat das Buch ,,The Girl Before“ geschickt aus 2 verschiedenen Perspektiven geschrieben, woran sich der Leser erst einmal gewöhnen muss. Denn er springt von der jetzigen Hauptprotagonistin Jane und der vorherigen und mittlerweile verstorbenen Vormieterin Emma immer hin und her.
Nachdem sich der Leser an diese Perspektive gewöhnt hat, ist man auch nach wenigen Seiten des Lesens auch direkt mitten im Geschehen.
Das Haus in dem Jane jetzt wohnt, wird durch den Autor anfangs geschickt und überzeugend als Traumhaus schlechthin verkauft. Denn es lässt im Hinblick auf Design und Technik überhaupt keine Wünsche offen und so kommt der Leser doch recht schnell ins Grübeln, wo hier der Haken ist. Denn einen Haken muss es geben, denn sonst macht es im Auge des Lesers einfach keinen Sinn…
Dadurch das es für den Leser zu Beginn nicht so recht durchschaubar ist, wo die ganze Geschichte hinlaufen wird, ist doch die Neugier und Spannung bereits sehr früh geweckt.
Beim Lesen fragt man sich ohnehin, wie man selber darauf reagieren würde, wenn man für einen Einzug in eine Wohnung/ Haus einen Fragebogen und etliche andere Dinge vorweisen und erfüllen müsste. Dadurch wird auch die Skepsis beim Leser geweckt, jedoch wird alles immer wieder durch die paradiesische Beschreibung des Hauses verdrängt, weshalb man sehr gut in die Rolle von Jane hineinversetzen kann.
JP Delaney gelingt es im gesamten Buch durchweg dem Leser einen realistischen Eindruck von der Umgebung (hauptsächlich des Hauses) sowie der Charaktere zu vermitteln.
Auch die verschiedenen Sichtweisen lassen sich im Laufe des Buches immer besser miteinander vereinen, wodurch der Leser mehr und mehr den Zusammenhang zwischen den beiden Sichtweisen erkennen kann.
Da Jane mehr und mehr Ereignisse aus der Vergangenheit ans Tageslicht befördert, wächst die Spannung auf das Ende des Buches beim Leser von Seite zu Seite und das Ende ist durchaus überraschend, wodurch das Buch gut abgerundet wird.
Durch die gute Schreibweise ist es für den Leser sehr einfach ins Buch zu finden und es liest sich sehr leicht und gut. Auch die beiden sich abwechselnden Sichtweisen lässt keine Langeweile aufkommen und die Szenen und Charaktere werden durchgehend sehr realistisch beschrieben, sodass sich der Leser zu jedem Zeitpunkt in die Szenerie hineinversetzen kann und auch Empathie für die Charaktere entwickeln kann.
Als einziger Kritikpunkt ist hier anzuführen, dass es keine Anführungszeichen oder ähnliches gibt, wenn Emma in der Vergangenheit redet, was für den Leser eher unübersichtlich ist.
Das Buch kriegt zwar eine Weiterempfehlung und ist durchaus lesenswert aber aufgrund des letztens Punktes gibt es hier keine volle Punktzahl.
Dennoch ein sehr gelungener Thriller den man sehr gerne liest!


★/5






                                                      



Dienstag, 21. August 2018


[ Rezension ] Dunkle Kammern - Minette Walters (Roman)



 
Originaltitel: The Dark Room
Taschenbuch: 512 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (1. November 1998)
Sprache: deutsch (Übersetzer: Mechtild Sandberg-Ciletti)
ISBN-10: 3442442508
ISBN-13: 978-3442442508
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Inhalt
In dem Buch ,,Dunkle Kammern“ von Minette Walters geht es um die Hauptdarstellerin Jinx/Jane Kingsley, die zu Beginn des Buches Opfer eines Autounfalls wird und daraufhin ins Krankenhaus eingeliefert wird. Es stellt sich heraus, dass sie aufgrund des Unfalls an einer Amnesie leidet und die Geschehnisse vor dem Unfall vergessen oder verdrängt hat ? Im Laufe des Buches stellt sich immer wieder die Frage, ob der Unfall wirklich ein Unfall oder doch ein Selbstmordversuch ihrerseits darstellt, nachdem sie von ihrem Verlobten verlassen wurde und dieser mit ihrer besten Freundin durchbrennen will.
Nach und nach kann sie sich an immer mehr Geschehnisse erinnern, nachdem sie die dunklen Kammern ihres Bewusstseins durchforstet. Doch was sie dabei alles entdeckt, würde sie gerne sofort wieder vergessen…

Kritik und Fazit
 Das Buch ,,Dunkle Kammern“ beginnt im Prolog mit einer Szene zwischen einem jungen Mädchen und einem jungen Mann, die eine Schockierende Entdeckung in einem Waldstück machen. Was genau bleibt dem Leser verborgen und dennoch ist der Leser schon zu diesem frühen Zeitpunkt wie gefesselt.
An diesem Punkt macht die Autorin einen Schnitt und springt zum eigentlichen Handlungsstrang und zur Hauptprotagonisten im Buch – Jinx/ Jane Kingsley.
Dem Leser wird es zu Beginn sehr einfach gemacht, sich in die Szenerie zu versetzen und bekommt schnell einen kleinen Überblick darüber, was mit der Hauptprotagonistin passiert ist. Um diesen Überblick beim Leser zu erreichen arbeitet die Autorin damit fiktive Zeitungsartikel einzufügen. Diese Alternative ist mal etwas anderes und durchaus hilfreich, sich einen Überblick zu verschaffen, da es dem Leser bei vielen Büchern zu Beginn oft schwierig ist, sich in die Szenerie hineinzuversetzen.
Das ist bei dem Buch ,,Dunkle Kammern“ überhaupt nicht der Fall und der Leser ist direkt im Buch und gespannt, was als nächstes passieren wird und wieso die Dinge so geschehen sind, wie sie in dem Zeitungsartikel geschrieben worden sind.
Nach und nach kommen einige weitere Handlungsstränge hinzu und der Leser ist gespannt, wo die Verbindung zum Hauptstrang zustande kommt und wie diese Handlungsstränge zusammenpassen.
Durch diese ,,Vielfältigkeit“ wird es dem Leser nie langweilig, sondern man ist beim Lesen immer gespannt, was als nächstes kommt und welche Erinnerungen als nächstes kommen.
Auch durch den Punkt, das die Hauptprotagonistin als sehr schlau und teilweise als ,,hintertrieben“ dargestellt wird, muss man beim Lesen immer ganz genau aufpassen, um zu wissen, wie einige Aussagen wirklich gemeint sind. Auch die Gedanken der Protagonisten werden oft beschrieben, wodurch es für den Leser noch spannender und interessanter wird.
Das Buch ist sehr leicht zu lesen und man merkt als Leser kaum, wie schnell man Seite für Seite durchliest, weil man das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen möchte, da man einfach nur wissen will, wie es ausgeht.
Mit dem Ende habe ich dann persönlich überhaupt nicht gerechnet, da die Gedanken der Protagonisten und das gesamte Buch eine andere Richtung eingeschlagen haben.

Deshalb bin ich vom Ende sehr begeistert, da es einfach nicht vorherzusehen war.
Da das Buch wirklich leserfreundlich geschrieben wurde und der Leser durch verschiedene Handlungsstränge ,,Abwechslung“ bekommt auch durch die eingeschobenen Zeitungsartikel kommt während der gesamten 512 Seiten überhaupt keine Langeweile auf. Vielmehr steigt die Spannung von Seite zu Seite.
Den Titel ,,Dunkle Kammern“ passt perfekt zu dem Buch, da es mehr oder weniger durch die dunklen Kammern in Jinx Bewusstsein aufgeklärt wird.
Alles in allem ist das Buch ,,Dunkle Kammern“ wirklich jedem weiterzuempfehlen, da es einfach leserfreundlich und gut geschrieben ist und es von seiner Spannung lebt. Man verschlingt es einfach, weil es Spaß macht es zu lesen. Absolute Weiterempfehlung!


★/5


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